Prompt-Kataloge für Redaktionen: ein Praxisleitfaden
Sobald mehrere Redakteurinnen und Redakteure mit KI-Tools arbeiten, entsteht schnell ein Wildwuchs an Prompts — jede und jeder formuliert anders, Ergebnisse schwanken in Ton und Qualität. Ein Prompt-Katalog schafft hier einen gemeinsamen Standard, ohne Kreativität einzuschränken.
Was in einen guten Katalog gehört
Ein Prompt-Katalog ist keine starre Vorlagensammlung, sondern strukturiertes Wissen: Für welche Aufgabe eignet sich welcher Prompt-Aufbau? Welche Kontextinformationen — Zielgruppe, Tonalität, Textlänge — sollten immer mitgegeben werden? Und wie wird ein Ergebnis geprüft, bevor es veröffentlicht wird?
Bewährt hat sich eine Gliederung nach Anwendungsfall: Recherche-Prompts, Gliederungs-Prompts, Formulierungs-Prompts und Prompts zur Qualitätsprüfung. Jeder Eintrag bekommt ein kurzes Beispiel und einen Hinweis, worauf beim Ergebnis zu achten ist.
Der Rollout entscheidet
Der Katalog allein bringt wenig ohne eine kurze Einführung im Team — am besten mit einem gemeinsamen Workshop, in dem Prompts live ausprobiert und Ergebnisse diskutiert werden. Danach lebt der Katalog weiter: Neue, gute Prompts werden ergänzt, veraltete überarbeitet.